{"id":91,"date":"2026-02-14T15:44:31","date_gmt":"2026-02-14T15:44:31","guid":{"rendered":"https:\/\/rochlitz.gallery\/?p=91"},"modified":"2026-02-14T15:44:58","modified_gmt":"2026-02-14T15:44:58","slug":"91","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rochlitz.gallery\/?p=91","title":{"rendered":"Spaziergang an der Franz Josefs Bahn"},"content":{"rendered":"<p>Vorgestern wurde der Ost\u00f6sterreichische Dauernebel f\u00fcr gut 1 \u00bd Tage unterbrochen. Eine gute Gelegenheit an der FJB nach dem Rechten zu sehen. F\u00e4hrt diese doch rund 750 Meter von meinem Domizil entfernt.<\/p>\n<p> Zu den Dingen die mir meine Medizinfrauen und Medizinm\u00e4nner verordnet haben, geh\u00f6ren auch ausgedehnte Spazierg\u00e4nge. Regelm\u00e4\u00dfige Leser meiner Elaborate wissen, dass dies f\u00fcr mich keine allzu unangenehme Aufgabe ist. Meist bin ich mit jenem Sohn unterwegs, dessen Beeintr\u00e4chtigung meine Aufmerksamkeit erfordert. Daf\u00fcr liebt er ausgedehnte Wanderungen.<\/p>\n<p> Mein Eisenbahnaffiner Sohn hingegen steht k\u00f6rperlicher Bewegung h\u00f6chst skeptisch gegen\u00fcber. Unter dem Titel \u201eTrain spotting\u201c war er jedoch gestern dazu zu bewegen das traute Heim zu verlassen. Waren doch drei Starz\u00fcge innerhalb kurzer Zeit zu erwarten. Leider (f\u00fcr den jungen Eisenbahnfreund) genie\u00dft bei uns die Schulbildung Priorit\u00e4t und es war daher eher knapp ob der Zug 21238 (eine S40) erreicht werden konnte oder eben nicht. Kurz und gut: 21238 war p\u00fcnktlich und wir hatten auf 200 Meter Entfernung Sichtkontakt. Damit schied Greifenstein als Fotostandpunkt aus. Und es wurde f\u00fcr den ersten gew\u00fcnschten Zug verdammt knapp.<\/p>\n<p> Guter Rat war teuer, klar war nur das der 21330 (eine R40) als Alternative herhalten musste. Zur Wahl standen: Kritzendorf (netter Bahnhof aber keine Streckenaufnahmen am Nachmittag), H\u00f6flein (geht sich die Fotostelle nach Ankunft des Zuges aus?) oder St. Andr\u00e4 W\u00f6rdern (eine relativ sichere Variante, erster zug am Bahnhof, zweiter am B\u00dc, dritter auf freier Strecke). Wir w\u00e4hlten die dritte Variante.<\/p>\n<p> Erfreulich war, das uns der blaue 4020 288 transportierte, weniger erfraulich war, ein Foto ging sich nicht aus. (Weidling ist nicht sonderlich fotogen, schon gar nicht am Nachmittag und St. Andr\u00e4-W\u00f6rdern, Hausbahnsteig 1? Vergiss es!) Doch ich konnte den Junior beruhigen, wir w\u00fcrden ihn wieder sehen.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rochlitz.gallery\/PUBLICPIC\/at2601.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>Bevor das eigentliche Objekt der Begierde kam, rauschte noch REX 2841 aus Krems\/Donau durch den Bahnhof St. Andr\u00e4 W\u00f6rdern.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rochlitz.gallery\/PUBLICPIC\/at2602.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p> Und hier ist er: REX 324 nach Praha hl. n. So erfreulich die vielen Verbesserungen im Nahverkehr auch sind, es gibt 2026 genau so viele Verbindungen zwischen Praha hl.n. und Wien FJB wie 1986. Von Speisewagen, Schlafwagen und Direktverbindungen nach (Ost)Berlin rede ich gar nicht.<\/p>\n<p> Nun war es Zeit Schusters Rappen zu satteln denn wir hatten eine gute halbe Stunde Zeit. Der Bahn\u00fcbergang an der Nelkengasse liegt 20 Minuten Fu\u00dfmarsch entfernt. Dort gibt es einen Art Balkon rund um den Schranken der zum Fotografieren und Verweilen einl\u00e4dt <a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/@48.3271238,16.1912006,3a,75y,54.04h,90t\/data=!3m7!1e1!3m5!1si-yu5g63J8afl3IHa332lg!2e0!6shttps:%252F%252Fstreetviewpixels-pa.googleapis.com%252Fv1%252Fthumbnail%253Fcb_client%253Dmaps_sv.tactile%2526w%253D900%2526h%253D600%2526pitch%253D0%2526panoid%253Di-yu5g63J8afl3IHa332lg%2526yaw%253D54.04073323066639!7i16384!8i8192?entry=ttu&#038;g_ep=EgoyMDI2MDIxMS4wIKXMDSoASAFQAw%253D%253D\">Siehe hier auf Google Maps.<\/a> Am Vormittag sind dort weitaus nettere Motive m\u00f6glich, aber da sind die Junioren in der Schule und ich normalerweise in der Arbeit.<\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rochlitz.gallery\/PUBLICPIC\/at2603.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>   Und hier ist er: REX 2116 nach Gm\u00fcnd N\u00d6 mit einem ehemaligen IC-Park. Neben den Prag Z\u00fcgen wohl das Luxuri\u00f6seste was die FJB zur Zeit zu bieten hat.<\/p>\n<p> Nun gaben wir den Eichh\u00f6rnchen die Sporen und ritten in den Sonnenuntergang. Denn einen Termin hatten wir noch und dazu mussten wir nach Zeiselmauer. Hier ist ein neuer Weg errichtet worden, glich neben der B14 am Ortseingang, der interessante Fotom\u00f6glichkeiten bietet. Da wir aber nun einen gr\u00f6\u00dferen Zeitpuffer hatten, ging sich auch ein Getr\u00e4nk aus dem Discounter am Weg aus.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rochlitz.gallery\/PUBLICPIC\/at2604.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>  Eigentlich hasse ich den Zug: Seit Jahren entf\u00e4llt \u2013 Montag bis Freitag mitten in der Hauptverkehrszeit \u2013 um 16:12 der Halt des 21244 (einer S40) im ohnehin nicht von zahlreichen Halten gesegneten Bahnhof Nu\u00dfdorf in Wien. Eine Taktl\u00fccke in einem an sich sauberen Halbstundentakt mitten in der HVZ wegen eines Schachtelexpress, \u00e4rgerlich das da keine andere L\u00f6sung gefunden wird. Heute war es ein Vorteil, denn durch den beschriebenen Umstand sind mir die Fahrzeiten gel\u00e4ufig. Weniger sch\u00f6n der \u201eSchlonz\u201c, welcher die schwachen Sonnenstrahlen abw\u00fcrgte.<\/p>\n<p> Nun waren es nur noch ein paar Schritte zur Haltestelle Zeiselmauer, dennoch war zwar keine Eile jedoch wohl z\u00fcgige Schritte angesagt. Denn der n\u00e4chste Halbstundentakt r\u00fcckte n\u00e4her und aus Richtung St. Andr\u00e4 mussten wir die Haltestelle umrunden um zum Bahnsteig Richtung Wien uns somit Richtung Heimat zu gelangen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/rochlitz.gallery\/PUBLICPIC\/at2605.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p>  Im allerletzten Licht erschien nun wie erwartet unser sehr gesch\u00e4tzter 4020 288, nunmehr auf der S40 unterwegs in die bei weitem nicht so gesch\u00e4tzte Bezirkshauptstadt. Was blieb unfotografiert? So einiges und manches fotografierte erspare ich Euch. Vectrons machten sich eher rar, daf\u00fcr gab es 1144 und 4020 satt. Vor allem letztere werden wohl bald verschwinden, denn man h\u00f6rt die Zulassung der 4736 von Stadler steht bevor und dann kommen mit einem Schlag rund 30 Doppelstocktriebwagen in den Betrieb. Die werden wir wohl kaum auf der FjB sehen, aber den Letzten fressen bekanntlich die Hunde und das werden wohl unsere 4020 sein. Ersetzt von irgendwelchen 4024 oder 4746 die anderswo frei werden. <\/p>\n<p>Aus Fahrgastsicht keine schlechte Nachricht, weder die Kletterei in das Fahrzeug (Ja mit einem gehbehinderten Sohn sieht man manches anders.) noch die unbequemen Sitze werde ich vermissen. Mein Flugzeugfaffiner Sohn, der t\u00e4glich nach Tulln pendelt, wird im Winter die ungeschlagene Heizleistung vermissen, aber sonst? Trotzdem, sie begleiten mich hier an der FJB fast mein ganzes Leben und ein wenig Sentimentalit\u00e4t sei mir gestattet, auch wenn sie zwischen den 4030.3 und den 4024 den absoluten Tiefpunkt in Sachen Komfort erreichten.<\/p>\n<p> Genug gewinselt, mit einem 4024 ging es nach Hause. Knapp 5 Kilometer Fu\u00dfmarsch haben uns einige sch\u00f6ne Fotos und ein paar sch\u00f6ne Vater\/Sohn Momente gebracht! <\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nWerner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorgestern wurde der Ost\u00f6sterreichische Dauernebel f\u00fcr gut 1 \u00bd Tage unterbrochen. Eine gute Gelegenheit an der FJB nach dem Rechten zu sehen. F\u00e4hrt diese doch rund 750 Meter von meinem Domizil entfernt. Zu den Dingen die mir meine Medizinfrauen und Medizinm\u00e4nner verordnet haben, geh\u00f6ren auch ausgedehnte Spazierg\u00e4nge. 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